Heute las ich in der Fuldaer Zeitung, dass drei Firmen zur Zeit ausprobieren, wie man das Radom auf der Wasserkuppe illuminieren könnte. Diese Firmen sind: Lightline aus Osnabrück, Phillips und Martin Professional aus München sowie die Firma Synenergie. Man versucht es mit Lasern und LEDs. Was dabei ästhetisch herauskommt (s. Bild aus der Fuldaer Zeitung), ist bekannt: Farben, die nur wenige als schön empfinden und eine Stimmung, die nur die begeistern kann, deren Handys rosafarben sind. „Im Minutentakt wechselt die Farbe – mal rot, grün, violett, lila, mal ist das Kreiswappen zu sehen, dann das Emblem der ÜWAG oder der Namenszug Radomflug.“ lesen wir da.
Ich wundere mich immer wieder, dass man überhaupt bereit ist, über derartige Formen der Illumination nachzudenken. Knalleffekte und Kitsch landen kurzzeitig in der örtlichen Presse, die Besucher kommen auch ein einziges Mal, um sich das anzuschauen, doch dann ist die Lichtblase verpufft – und sie kommen nicht wieder.
Wer nachhaltig wirtschaften will, der setzt keine LEDs für ein solches Projekt ein, auch keine Laser, sondern wählt Mittel, die in der Lage sind, mehr als Kitschlicht zu liefern. Vor allem aber fragt er sich, was der Mehrwert eines solchen Aktion sein soll. Bloß buntes Licht Kreiswappen und Firmenlogos? Wen soll das nachhaltig begeistern? Und schon gar auf der Wasserkuppe, die ja nicht gerade in einem Ballungsraum liegt.
Erfolgreich kann eine solche Illumination nur sein, wenn Sie eine Story erzählt, die Fantasien in Gang setzt. Und sei sie noch so kurz. Fantasien, die Freude machen. Fantasien, die uns über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft nachdenken lassen. Eine Story, die mehr bewegt als nur die Augen in unserem Kopf…. Und wenn sie stimmt und gut durchdacht ist, dann lockt sie womöglich sogar Übernachtungsgäste an und spült ein wenig Geld in die Gemeindekasse.
Mir schwebt da also etwas Anderes vor. Zum Beispiel eine Geschichte, die mit dem Blick auf die Erde beginnt:

Projektion auf das Radom in Wachtberg
(Skizze von JB, veröffentlicht im April 2007)
Bin gespannt, was daraus wird. Auf der Wasserkuppe und in Berkum.