Archiv nach Kategorie "Europa"

Licht aus Ostwestfalen: theNightLab

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Lichtkunst mit Tags , am 13. November 2008 von joernborchert

nightlab

Als Ostwestfale freue ich mich natürlich, dass es auch in Bielefeld eine Firma gibt, die die Nächte bunter macht und der Imagination Flügel verleiht: The NightLab.

Lichtkunst, Lichtinstallationen und Light-Events bietet die Firma an.  Zuletzt war ein Werk von NightLab in Bocholt zu bewundern. Auch die anderen Referenzen auf der Website zeigen, dass es das Team um Matthias Strobl versteht, mit Licht Stimmungen zu erzeugen.

Die Firma sollte man im Auge behalten.

Homepage: NightLab

Eindhoven: Glow 2008

Veröffentlicht in Europa, Lichtkunst, Niederlande, Projektionen mit Tags , , am 5. November 2008 von joernborchert

glow-2008

Während man hierzulande sich oft und meist damit begnügt, Laserstrahlen in  den Nachthimmel zu jagen, Fassaden in kitschige Lichter zu hüllen und minderwertige Videoprojektionen – lautstark untermalt – auf Wassersprühnebel zu projizieren, scheint das niederländische Publikum höhere Ansprüche zu haben. Ein Beleg dafür ist vielleicht „Glow. Forum of Light in Art and Architecture„, das dieses Jahr zum dritten Mal in Eindhoven/NL statt findet.

Noch dazu lässt die o.g. Website kaum etwas zu wünschen übrig. Technisch, wie informativ, wie auch in ästhetischer Hinsicht.
Cool!

Termin: 7. – 16. November 2008;
Sonntag bis Donnerstag: 18-23 h, Freitag und Samstag bis 24 h

[via Luminapolis]

Das gab’s übrigens bei Glow 2007 zu sehen [youtube-videos verlangen immer ein wenig Fantasie, oder?]:

Jena: „Luce. Der Ton der Farben“ – Ein Augen- und Ohrenschmaus zum Abschluss des Wissenschaftsjahrs

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Lichtkunst mit Tags , , , am 5. November 2008 von joernborchert

Das Lichtkonzert „Luce. Der Ton der Farben“ bildet den Abschluss des Wissenschaftsjahres 2008 in Jena.

rosalie

„Alexander Skrjabins Prometheus-Sinfonie wird durch eine spektakuläre Licht-Raum-Installation der renommierten Stuttgarter Künstlerin rosalie eine völlig neue ästhetische Umsetzung erfahren; dabei werden in der Lichtstadt Jena nicht nur Licht und Musik, Farbe und Klang, sondern auch Wissenschaft und Kunst auf faszinierende Weise zusammenspielen und etwas Neues und Einzigartiges schaffen. (…)
LEDs machen’s möglich.

Nix wie hin!

Termine: 19. – 21. 12. 2008

Ort: Volkshaus/Jena

Lichtkünstlerin: rosalie/Stuttgart [Bio]

Alle weiteren Informationen hier.

Dissertation: „Das große Licht“ – Die Schriften Paul Scheerbarts und der Lichtdom von Albert Speer

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Hintergründe/Historisches, Lichtkunst am 2. November 2008 von joernborchert

„Der Lichtdom auf der Zeppelinwiese“. Parteitag 1938 in Nürnberg

Ich habe keine Ahnung, wie viele Dissertationen es gibt, die die Kunstgeschichte mit der Zeitgeschichte und zugleich die Lichtkunst mit der Politik verknüpfen. Viele dürften es nicht sein.

Eine davon ist die 1997 von Anne Krauter verfasste Dissertation mit dem Titel „Die Schriften Paul Scheerbarts und der Lichtdom von Albert Speer – „Das große Licht“, die dankenswerterweise online veröffentlicht wurde.

Hier die Kurzfassung:

„In seinen Schriften entwickelt Paul Scheerbarts sukzessive Ideen zu einer erdumspannenden, farbig funkelnden Glasarchitektur. Sie soll als visionäre Architekturkonstellation immer wieder neue Seherlebnisse ermöglichen. Hierfür sieht Scheerbarts Entwurf die Wirkung des elektrischen Lichts als umfassendes Gestaltungsmittel im großen Stil vor. Albert Speers „Lichtdom“ dagegen gilt als die bisher größte und massenwirksamste Lichtinstallation, bei der ausschließlich elektrisches Licht eingesetzt wurde. Sie wurde anlässlich der Reichsparteitage der Nationalsozialisten in Nürnberg realisiert und nach 1945 von Speer als eine avantgardistische Idee mit entmaterialisierenden Tendenzen vorgeführt. Nicht allein die Summierung gewaltiger Scheinwerfer von großer Leuchtkraft, sondern auch seine rezeptionsgeschichtliche Sonderstellung machen die wohl populärste Lichtinszenierung des 20. Jahrhunderts zu einem unverzichtbaren Objekt der Untersuchung. Denn Speer, einst enger Vertrauter Hitlers, setzt das ephemere Werk nach dem Ende der nationalsozialistischen Ära gezielt für eine Rehabilitierung seiner Person als genuin künstlerisch ambitionierter Architekt ein.

Damit lässt sich der Bedeutungsumfang der Lichtmetapher für die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert bis zur Jahrhundertmitte abstecken. Das Augenmerk richtet sich auf Scheerbart und Speer, gerade weil sie unter dem Lichtaspekt so weit auseinanderliegende Absichten verfolgten. Vorderhand geht es hier darum, für Scheerbart wie für Speer den jeweiligen Werkzusammenhang zu rekonstruieren und so die weitverzweigten Hintergründe zu überschauen.“

Auch wenn es diese Kurzfassung nicht andeuten mag, eine Dissertation, die sich gut liest und auch für die Lichtdesigner interessant sein dürfte, die mehr über die Geschichte ihres Metiers wissen wollen.

Schließlich werden Lichtinszenierungen, die an die Lichtdome Albert Speers erinnern könnten, deswegen in der Gegenwart immer wieder heftigst kritisiert. Der Lichtkünstler Gert Hof dürfte davon ein Lied zu singen wissen.

Zur Online-Version der Dissertation von Anne Krauter hier entlang und zu einem Beispiel für Kritik an Gert Hof da weiter.


Ein Blick zurück: Lissabon 2006

Veröffentlicht in Europa, Portugal, Projektionen mit Tags , , am 1. November 2008 von joernborchert

Eine sicher beeindruckende Veranstaltung. Mir kommt sie allerdings etwas zappelig vor.

Keine Ahnung, wer das geschaffen hat. Vielleicht bekommen Sie es hier heraus.

Berlin: Bilder zum Festival of Lights 2008

Veröffentlicht in Architektur, Deutschland, Europa, Illumination, Lichtkunst, Projektionen mit Tags , am 27. Oktober 2008 von joernborchert


Bild: Gertrud K./flickr

Von nun an werden auch Berliner Nächte wieder dunkler. Denn das Festival of Lights ging am Sonntag zu Ende. Die Medien berichten davon, dass mehr als eine Million Menschen die Lichtinstallationen gesehen hätten. Zum Beispiel die Berliner Morgenpost oder der RBB. Das stimmt. Um genau zu sein: es dürften es mehr als zwei Millionen Menschen gewesen sein. Vielleicht sogar drei Millionen. Denn Berlin hat mehr als drei Millionen Einwohner und da etwa 50 Wahrzeichen der Stadt illuminiert waren, konnte sich wohl kaum ein Berliner den Illuminationen entziehen. Und ganz bestimmt gab es auch einige Touristen, die extra für diese Veranstaltung nach Berlin kamen.

Schön, dass es bei flickr einen Pool für Fotos gibt, die im Rahmen des diesjährigen Festivals entstanden sind. Zur Zeit sind da mehr als 580 Fotos zu sehen. Bestimmt werden es mehr. Der Fotowettbewerb endet übrigens erst am 15.11.2008.

Sehr schöne Fotos des Festivals in Berlin sowie andere beeindruckende Aufnahmen von nächtlichen Lichtevents liefert auch Alan Taylor in seinem Blog „The Big Picture“ unter der Überschrift „Lighting up the Night„. Lohnt den Besuch!

Tolles Festival. Ich würde mich aber dennoch freuen, wenn statt der Illuminationen im nächsten Jahr noch mehr animierte Bilder oder Videos auf die Fassaden der Stadt projiziert würden. Gerne auch von ausländischen Lichtdesignern. Und prima wäre es auch, wenn man wüsste, wer welche Installation geschaffen hat. Wenigstens auf der Website könnte man diese doch nennen, oder?

Gouda strahlt!

Veröffentlicht in Europa, Niederlande, Projektionen mit Tags am 18. Oktober 2008 von joernborchert

Nein, nicht der Käse. Die Stadt! Vom 19. bis zum 28. Dezember 2008.


Gloria Chang/Flickr

Denn da veranstaltet sie wieder einmal „Gouda bij kunstlicht“. Und wie schon 2004 und 2005 wird Patrice Warrener das polychromatische Highlight liefern. Eine farbenprächtige Illumination des Rathauses der Stadt, die all die faszinieren dürfte, die auch jenseits der etablierten Kulturinstitutionen Kultur vermuten.

Für all die, die ungefähr wissen wollen, was sie erwartet, gibt es hier Bilder der Veranstaltungen von 2004 und 2005. Und hier auch.

Light Painting vom Feinsten: made by Lapp/Bremen

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Künstler, Lichtkunst mit Tags am 15. Oktober 2008 von joernborchert

Fast so alt wie die Fotografie selbst dürfte der Versuch sein, via Langzeitbelichtung mit diversen Lichtquellen Spuren auf Fotos zu zaubern, die verblüffen. In den letzten Jahren gewinnt „Light Painting“ zunehmend an Bedeutung. Immer mehr versuchen sich als Light Painter. Flickr &Co dürften daran maßgeblichen Anteil haben. Nicht immer ist es Gold, was da glänzt. Oft scheint blanke Effekthascherei die treibende Kraft zu sein.

Ganz anders verhält es sich jedoch mit den Fotografien, die JanLeonardo Wöllert und Jörg Miedza unter dem Label Lapp-Pro schaffen. „Lapp“ steht dabei für Light Art Performance Photography.

Alles fing angeblich damit an, dass Wöllert eine Nacht in einem alten Speicher im Bremer Hafen eingeschlossen wurde und aus purer Langeweile begann, mit zwei Lampen und seinem Fotoapparat herumzuspielen. Wieder frei arbeitete er die Technik weiter aus und nachdem Miezda dazu kam, wurden die Fotos immer perfekter.

Mir gefallen die Fotos, weil sie mehr zeigen als ein paar Lämpchen, die herumgeschleudert werden. Lapp macht das sehr planvoll und sorgt vor allem dafür, dass das Lichtereignis mit dem Umgebungslicht und der Umgebung harmoniert. Der aufmerksame Betrachter entdeckt ferner, dass die Fotos oft kleine Geschichten erzählen. Ein Obdachloser wird attackiert, ein Einsatzkommando observiert einen Lichterball. So entstehen Bilder, die nicht nur eine ganz eigene Ästhetik aufweisen, sondern auch Emotionen auslösen können. Toll!

Kein Wunder also, dass die beiden dabei sind, sich eine Agentur oder Galerie zu suchen, die ihre Bilder vermarktet. Demnächst soll die Homepage überarbeitet und von einem Blog begleitet werden. Ich bin sehr gespannt.

AtmosphereExit von lapp-pro.de.

Vorerst freuen wir uns über die wunderbaren Fotos auf ihrer jetzigen Homepage und saugen weitere Informationen aus dem Artikel, der in Kwerfeldein erschien.

Wer mag, der findet die schönsten Fotos übrigens auch bei flickr und viel größer als hier. Also unbedingt vorbeischauen!

[Herzlichen Dank an JanLeo für den freundlichen Austausch von emails und die Genehmigung, die Fotos hier veröffentlichen zu dürfen! Gute Reise in die Welt der Kunst...]

Paris: Nuit Blanche 2008

Veröffentlicht in Europa, Frankreich, Projektionen mit Tags , , , am 14. Oktober 2008 von joernborchert

Am 4. Oktober fand zum siebten Mal in Folge die Nuit Blanche in Paris statt. Dieses Jahr wurden einige Pariser Gebäude mit Licht „bespielt“.  VernissageTV zeigt in seinem Video einige Beispiele: Pierrick Sorin’s Projektion auf die Fassade des Hotel Terminus Est, Ryoji Ikeda’s Lichtbalken am Tour Montparnasse sowie Stéfane Perraud’s interaktive Installation „Lueurs“ in der Kirche Saint-Germain l’Auxerrois.
[La Nuit Blanche, Paris / France, October 4, 2008. Video by Christophe Ecoffet.]

Berlin: Festival of Lights 2008

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Projektionen mit Tags , , , am 8. Oktober 2008 von joernborchert

Zum vierten Mal findet dieses Jahr in Berlin das Festival of Lights statt. Zwei Wochen lang lassen Illuminationen und Projektionen Berlin in neuem Licht erstrahlen. Dazu gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die die Nacht zum Tage machen.

Initiatoren und Organisatoren des FESTIVAL OF LIGHTS™ sind die City Stiftung Berlin, die Union Investment Real Estate AG, der Licht-Designer Andreas Boehlke sowie Festivalausrichterin und -koordinatorin Birgit Zander mit ihrer Agentur Zander & Partner Event-Marketing.

Das Festival of Lights können Sie vom 14. bis 26. Oktober 2008 in Berlin bewundern. Hier gehts zur Homepage. Und hier gibt es Bilder der Festivals der letzten Jahre.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir nach Ihrem Besuch einen Kommentar zu dieser Veranstaltung senden würden.

PS: einen Fotowettbewerb wird es auch dieses jahr wieder geben.