Archiv nach Kategorie "Hintergründe/Historisches"

Rheinpartie – Strahlende Nächte am Mittelrhein

Veröffentlicht in Bilder im Dunklen, Deutschland, Hintergründe/Historisches, Illumination, Lichtkunst am 21. September 2009 von joernborchert

skertzo rheinfels

Anfang Oktober werden die Nächte spürbar länger.  Auch am Mittelrhein.  Doch da werden sie nicht nur länger,  sondern auch heller, bunter und so faszinierend, dass auch Tagmenschen graue Ringe unter  ihren Augen in Kauf nehmen werden, um sich die „rheinpartie“ nicht entgehen zu lassen. Ein Lichtspektakel, das in Deutschland wohl einzigartig ist. Quantitativ wie qualitativ.  Projektionen, Illuminationen und Lichtgezauber der Extraklasse.

Die Highlights des Weltkulturerbes „Mittelrheintal“ und Kirchen wie Fassaden sollen allerorten atemberaubend in Szene gesetzt werden. Projektionen von Skertzo/Paris auf Burg Rheinfels lassen sie in die Geschichte eintauchen, wie Sie es noch nie erlebt haben.  Die Projektionen auf die Loreley werden Sie über unsere Sprache  und die auf die Germania bei Bingen (ETC/London) eindrucksvoll darauf aufmerksam machen, dass alles im Fluss  ist.  Die Kultur, die Sprache, politische Überzeugungen und Sichtweisen. Welcher Fluss ist besser geeignet als der Rhein,  all das sicht-, erleb- und fühlbar zu machen?

loreley

Projektion Hartung Trenz (Köln/München)

Ein Event, das sie allein schon deshalb nicht verpassen sollten, weil sie dabei erfahren werden, dass Manches – in der Nacht betrachtet – anders aussieht als am Tag. Vieles sogar heller und faszinierender  und so, dass Sie danach gar nicht anders können, als die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Termin: Freitag, den 2. bis Sonntag, den 4. Oktober 2009

Die Höhepunkte der Rheinpartie hier>

Die Orientierungskarte der rheinpartie hier>

Das komplette Programm hier>

Ich fahr hin! Auf jeden Fall!

Und wenn Sie da waren, dann würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen würden.

Licht im TV: Planet Wissen

Veröffentlicht in Hintergründe/Historisches am 5. Dezember 2008 von joernborchert

Amm 11.12. 2008 strahlen WDR und SWR in ihrer Sendereihe „Planet Wissen“ folgende Sendung aus:

„LICHT – WIE ES UNSER LEBEN BESTIMMT .
Ohne Licht gäbe es keine Photosynthese – und ohne Photosynthese gäbe es kein Leben auf diesem Planeten. So wie das natürliche Licht für unsere Existenz lebenswichtig ist, so ist das künstliche Licht aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zu Gast sind zwei Lichtexperten, der Arnsberger Historiker Peter Kleine und der Physik-Professor Metin Tolan von der Technischen Universität Dortmund.“

Weitere Informationen (auch zu weiteren Sendedaten) gibt es hier.

Der Koloss von Rhodos – relaunched

Veröffentlicht in Hintergründe/Historisches, Medienfassaden am 20. November 2008 von joernborchert

„Der legendäre Koloss von Rhodos, in der Antike Wahrzeichen der griechischen Insel und eines der Sieben Weltwunder, soll wieder errichtet werden. Geplant ist ein Hologramm mit Laserstrahlen, die den Koloss jede Nacht in den Himmel malen, teilte die Stadt Rhodos am Mittwoch mit. An dem Projekt werde sich auch der renommierte deutsche Lichtkünstler Gert Hof beteiligen.“

Das las ich gestern hier im Standard. Was das wohl wird? Auf jeden Fall etwa Gigantisches. Das ist sicher.

Dissertation: „Das große Licht“ – Die Schriften Paul Scheerbarts und der Lichtdom von Albert Speer

Veröffentlicht in Deutschland, Europa, Hintergründe/Historisches, Lichtkunst am 2. November 2008 von joernborchert

„Der Lichtdom auf der Zeppelinwiese“. Parteitag 1938 in Nürnberg

Ich habe keine Ahnung, wie viele Dissertationen es gibt, die die Kunstgeschichte mit der Zeitgeschichte und zugleich die Lichtkunst mit der Politik verknüpfen. Viele dürften es nicht sein.

Eine davon ist die 1997 von Anne Krauter verfasste Dissertation mit dem Titel „Die Schriften Paul Scheerbarts und der Lichtdom von Albert Speer – „Das große Licht“, die dankenswerterweise online veröffentlicht wurde.

Hier die Kurzfassung:

„In seinen Schriften entwickelt Paul Scheerbarts sukzessive Ideen zu einer erdumspannenden, farbig funkelnden Glasarchitektur. Sie soll als visionäre Architekturkonstellation immer wieder neue Seherlebnisse ermöglichen. Hierfür sieht Scheerbarts Entwurf die Wirkung des elektrischen Lichts als umfassendes Gestaltungsmittel im großen Stil vor. Albert Speers „Lichtdom“ dagegen gilt als die bisher größte und massenwirksamste Lichtinstallation, bei der ausschließlich elektrisches Licht eingesetzt wurde. Sie wurde anlässlich der Reichsparteitage der Nationalsozialisten in Nürnberg realisiert und nach 1945 von Speer als eine avantgardistische Idee mit entmaterialisierenden Tendenzen vorgeführt. Nicht allein die Summierung gewaltiger Scheinwerfer von großer Leuchtkraft, sondern auch seine rezeptionsgeschichtliche Sonderstellung machen die wohl populärste Lichtinszenierung des 20. Jahrhunderts zu einem unverzichtbaren Objekt der Untersuchung. Denn Speer, einst enger Vertrauter Hitlers, setzt das ephemere Werk nach dem Ende der nationalsozialistischen Ära gezielt für eine Rehabilitierung seiner Person als genuin künstlerisch ambitionierter Architekt ein.

Damit lässt sich der Bedeutungsumfang der Lichtmetapher für die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert bis zur Jahrhundertmitte abstecken. Das Augenmerk richtet sich auf Scheerbart und Speer, gerade weil sie unter dem Lichtaspekt so weit auseinanderliegende Absichten verfolgten. Vorderhand geht es hier darum, für Scheerbart wie für Speer den jeweiligen Werkzusammenhang zu rekonstruieren und so die weitverzweigten Hintergründe zu überschauen.“

Auch wenn es diese Kurzfassung nicht andeuten mag, eine Dissertation, die sich gut liest und auch für die Lichtdesigner interessant sein dürfte, die mehr über die Geschichte ihres Metiers wissen wollen.

Schließlich werden Lichtinszenierungen, die an die Lichtdome Albert Speers erinnern könnten, deswegen in der Gegenwart immer wieder heftigst kritisiert. Der Lichtkünstler Gert Hof dürfte davon ein Lied zu singen wissen.

Zur Online-Version der Dissertation von Anne Krauter hier entlang und zu einem Beispiel für Kritik an Gert Hof da weiter.


Das Fest der Lichter in Indien: Diwali

Veröffentlicht in Asien, Hintergründe/Historisches, Illumination mit Tags am 28. Oktober 2008 von joernborchert

von chintanmannan/flickr

von chintanmannan/flickr

In diesen Tagen wird in Indien und überall dort, wo Hindus leben, Diwali gefeiert.

Wenn Sie davon noch nie gehört haben, dann lesen Sie mal diesen Artikel oder diesen.  Spätestens auf dieser Seite wird Ihnen klar, dass es ein bedeutendes Fest ist und dass Licht eine zentrale Rolle dabei spielt.

Wie bedeutend das Fest ist, beweisen mehr als 63.000 Bilder, die Sie bei flickr finden.

Die Nacht ist manchmal farbenfroher als der Tag

Veröffentlicht in Hintergründe/Historisches, Sonstiges mit Tags , , am 26. September 2008 von joernborchert

„It often seems to me that the night is much more alive and richly coloured than the day.“

Vincent van Gogh, Arles 8 September 1888

[Gefunden im MoMa]

Dissertation: Die Züricher in den Nächten der frühen Neuzeit

Veröffentlicht in Europa, Hintergründe/Historisches, Schweiz mit Tags , am 23. August 2008 von joernborchert

Was die Züricher der frühen Neuzeit nächtens trieben und wie man sie zu disziplinieren versuchte, darüber gibt diese Dissertation Auskunft:

Christian Casanova, Nacht-Leben, Zürich 2007. 512 Seiten, Fr. 68.-. ISBN 978-3-0340-0861-7. www.chronos-verlag.ch

Einen ersten Eindruck vom Inhalt gewährt Ihnen die NZZ.