Wer nach Ägypten reist und kein Taucher ist, der wird sich sicher auch die Pyramiden von Gizeh anschauen wollen. Naheliegend ist es, das tagsüber zu tun. Doch auch in der Nacht lohnt sich der Besuch. Denn dann dienen die Pyramiden als Projektionsfläche für ein Event, das nicht nur den Augen, sondern auch dem Hirn und seinen Fähigkeiten zur Imagination Freude macht. Wunderschöne Illuminationen und Projektionen, beeindruckend kommentiert, vermitteln den Besuchern, die Faszination, die die Pyramiden auf ausüben können.
Um das nachvollziehen zu können, sollten Sie sich mal das Video ansehen, das Todd Doucet bei vimeo eingestellt hat. Sie finden es hier.
Das Video hat eine Länge, die dem Rezeptionstempo der meisten Internetuser nicht entgegenkommt: 45 Minuten. Nehmen Sie sich trotzdem die Zeit, um zu verstehen, dass derartige Licht-und-Ton-Veranstaltungen eben gerade nicht mit billigen Effekten operieren, sondern mit der allmählichen In-Bann-Ziehung. Ein gut gemachtes „son-et-lumière“, eine perfekte „sound an light show“ ballert nicht wild mit billigen Effekten herum, sondern schmust quasi mit den Betrachtern, die begeistert werden wollen – und sollen. Es baut sich allmählich auf. Versteht es, auch ohne Bilder – schlicht durch Pausen – Imaginationen zu erzeugen, die manchmal mehr sagen als die Bilder, die zu sehen sind.
Casa Magica versteht das! Denn Förster und Weißinger haben es möglich gemacht, dass Gizeh nachts mindestens ebenso faszinierend ist wie am Tage.
