Jedenfalls wenn man liest, was Antonius Quodt so aus Köln zu berichten hat. Was? Das gibt es hier im O-Ton.
WOW!
Jedenfalls wenn man liest, was Antonius Quodt so aus Köln zu berichten hat. Was? Das gibt es hier im O-Ton.
WOW!
Vor wenigen Wochen machte ich auf das Team Hartung-Trenz aufmerksam.
Und da freue ich mich, nun vermelden zu dürfen, dass die Beiden nicht nur Fotos im Netz präsentieren, sondern neuerdings auch ein Video ihres Werkes „Kontinuum – oder Sprache in der Gummifabrik“, das einen sehr schönen Eindruck davon liefert, wie das im Raum wirkte.
Unbedingt ansehen! Hätte nicht gedacht, dass an Wände geworfene Worte so emotionsstark sein können. Geil! Finde jedenfalls ich.
[Warum gibt es das nicht bei youtube? Dann wäre es hier einzubinden. Schade eigentlich. Trotzdem danke für den Hinweis.]
Da es mir blöderweise nicht möglich war, während der „rheinpartie“ die Projektion von Detlef Hartung und Georg Trenz auf den Loreley-Felsen bewundern zu dürfen, gelingt es mir hoffentlich nun, ihre Licht-Raum-Installation im CAP Cologne/Halle Zehn zu besuchen.
Pipon hat mir so viel über sie, ihr künstlerisches Vermögen und ihre akkurate Arbeitsweise vorgeschwärmt, dass ich da unbedingt hin will. Alles, was ich von ihnen bisher (nur) im Internet gesehen habe, deutet darauf hin, dass die beiden wirklich neben schönen Worten auch schöne Bilder auf der Pfanne haben.
Ich bin gespannt.
Zur Veranstaltung in Kölle:

KONTINUUM
Ausstellungsdauer: 07.11. – 22.11.2009
Finissage: So. 22.11.09, 15Uhr
ortsbezogene Licht–Raum-Installation von Detlef Hartung und Georg Trenz
www.hartung-trenz.de
Gefördert durch: RheinEnergieStiftung Kultur
Bürgeramt Nippes der Stadt Köln
Wer nach Ägypten reist und kein Taucher ist, der wird sich sicher auch die Pyramiden von Gizeh anschauen wollen. Naheliegend ist es, das tagsüber zu tun. Doch auch in der Nacht lohnt sich der Besuch. Denn dann dienen die Pyramiden als Projektionsfläche für ein Event, das nicht nur den Augen, sondern auch dem Hirn und seinen Fähigkeiten zur Imagination Freude macht. Wunderschöne Illuminationen und Projektionen, beeindruckend kommentiert, vermitteln den Besuchern, die Faszination, die die Pyramiden auf ausüben können.
Um das nachvollziehen zu können, sollten Sie sich mal das Video ansehen, das Todd Doucet bei vimeo eingestellt hat. Sie finden es hier.
Das Video hat eine Länge, die dem Rezeptionstempo der meisten Internetuser nicht entgegenkommt: 45 Minuten. Nehmen Sie sich trotzdem die Zeit, um zu verstehen, dass derartige Licht-und-Ton-Veranstaltungen eben gerade nicht mit billigen Effekten operieren, sondern mit der allmählichen In-Bann-Ziehung. Ein gut gemachtes „son-et-lumière“, eine perfekte „sound an light show“ ballert nicht wild mit billigen Effekten herum, sondern schmust quasi mit den Betrachtern, die begeistert werden wollen – und sollen. Es baut sich allmählich auf. Versteht es, auch ohne Bilder – schlicht durch Pausen – Imaginationen zu erzeugen, die manchmal mehr sagen als die Bilder, die zu sehen sind.
Casa Magica versteht das! Denn Förster und Weißinger haben es möglich gemacht, dass Gizeh nachts mindestens ebenso faszinierend ist wie am Tage.
Die Fassade der ehemaligen Konzernzentrale der Bayer AG in Leverkusen ist nun wirklich ein echter Hingucker, oder?
5,6 Millionen LEDs auf einer Gesamtfläche von 17.500 m² machen es möglich.
Geil, oder etwa nicht? Auch sonst ist ag4 nicht schlecht.
Dank für den Hinweis an Antonius Quodt.
Heute las ich in der Fuldaer Zeitung, dass drei Firmen zur Zeit ausprobieren, wie man das Radom auf der Wasserkuppe illuminieren könnte. Diese Firmen sind: Lightline aus Osnabrück, Phillips und Martin Professional aus München sowie die Firma Synenergie. Man versucht es mit Lasern und LEDs. Was dabei ästhetisch herauskommt (s. Bild aus der Fuldaer Zeitung), ist bekannt: Farben, die nur wenige als schön empfinden und eine Stimmung, die nur die begeistern kann, deren Handys rosafarben sind. „Im Minutentakt wechselt die Farbe – mal rot, grün, violett, lila, mal ist das Kreiswappen zu sehen, dann das Emblem der ÜWAG oder der Namenszug Radomflug.“ lesen wir da.
Ich wundere mich immer wieder, dass man überhaupt bereit ist, über derartige Formen der Illumination nachzudenken. Knalleffekte und Kitsch landen kurzzeitig in der örtlichen Presse, die Besucher kommen auch ein einziges Mal, um sich das anzuschauen, doch dann ist die Lichtblase verpufft – und sie kommen nicht wieder.
Wer nachhaltig wirtschaften will, der setzt keine LEDs für ein solches Projekt ein, auch keine Laser, sondern wählt Mittel, die in der Lage sind, mehr als Kitschlicht zu liefern. Vor allem aber fragt er sich, was der Mehrwert eines solchen Aktion sein soll. Bloß buntes Licht Kreiswappen und Firmenlogos? Wen soll das nachhaltig begeistern? Und schon gar auf der Wasserkuppe, die ja nicht gerade in einem Ballungsraum liegt.
Erfolgreich kann eine solche Illumination nur sein, wenn Sie eine Story erzählt, die Fantasien in Gang setzt. Und sei sie noch so kurz. Fantasien, die Freude machen. Fantasien, die uns über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft nachdenken lassen. Eine Story, die mehr bewegt als nur die Augen in unserem Kopf…. Und wenn sie stimmt und gut durchdacht ist, dann lockt sie womöglich sogar Übernachtungsgäste an und spült ein wenig Geld in die Gemeindekasse.
Mir schwebt da also etwas Anderes vor. Zum Beispiel eine Geschichte, die mit dem Blick auf die Erde beginnt:

Projektion auf das Radom in Wachtberg
(Skizze von JB, veröffentlicht im April 2007)
Bin gespannt, was daraus wird. Auf der Wasserkuppe und in Berkum.
Anfang Oktober werden die Nächte spürbar länger. Auch am Mittelrhein. Doch da werden sie nicht nur länger, sondern auch heller, bunter und so faszinierend, dass auch Tagmenschen graue Ringe unter ihren Augen in Kauf nehmen werden, um sich die „rheinpartie“ nicht entgehen zu lassen. Ein Lichtspektakel, das in Deutschland wohl einzigartig ist. Quantitativ wie qualitativ. Projektionen, Illuminationen und Lichtgezauber der Extraklasse.
Die Highlights des Weltkulturerbes „Mittelrheintal“ und Kirchen wie Fassaden sollen allerorten atemberaubend in Szene gesetzt werden. Projektionen von Skertzo/Paris auf Burg Rheinfels lassen sie in die Geschichte eintauchen, wie Sie es noch nie erlebt haben. Die Projektionen auf die Loreley werden Sie über unsere Sprache und die auf die Germania bei Bingen (ETC/London) eindrucksvoll darauf aufmerksam machen, dass alles im Fluss ist. Die Kultur, die Sprache, politische Überzeugungen und Sichtweisen. Welcher Fluss ist besser geeignet als der Rhein, all das sicht-, erleb- und fühlbar zu machen?
Projektion Hartung Trenz (Köln/München)
Ein Event, das sie allein schon deshalb nicht verpassen sollten, weil sie dabei erfahren werden, dass Manches – in der Nacht betrachtet – anders aussieht als am Tag. Vieles sogar heller und faszinierender und so, dass Sie danach gar nicht anders können, als die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Termin: Freitag, den 2. bis Sonntag, den 4. Oktober 2009
Die Höhepunkte der Rheinpartie hier>
Die Orientierungskarte der rheinpartie hier>
Das komplette Programm hier>
Ich fahr hin! Auf jeden Fall!
Und wenn Sie da waren, dann würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen würden.
Ja, auch 1900 wurde Licht schon eingesetzt, wenn man beeindrucken wollte.
Dieses Bild stammt aus der Goodyear Archival Collection/Brooklyn Museum, von der viele Bilder in der Flickr-Commons-Collection zu sehen sind. Allein aktuell 270 Fotos zur Pariser Weltausstellung 1900. Geil!
Foto von Blahmni/flickr
Ohne Zweifel ist Gerry Hofstetter seit vielen Jahren der bedeutendste Lichtkünstler der Schweiz, wenn es um Großbildprojektionen geht. Etwa 700 Bilder von Projektionen, die er realisiert hat, sind bei Flickr zu finden. Welcher Lichtkünstler ist sonst so oft dort vertreten?
Zisch berichtet über die Adventsprojektionen, die er gerade in Luzern zeigt. So wenig dort zu lesen ist, so gut hört es sich an.
Wann zeigt der Mann endlich wieder einmal etwas in Deutschland?

Es ist bekannt, dass ich kein großer Freund von Lasern bin. Die Farben gefallen mir nicht und der Esprit, den sie rüber bringen, gefällt mir auch nicht. Irgendwie zu hightech und zu brachial. Mir fehlt da die Romantik.
Ich muss aber zugeben, dass einige Realisationen der Illuminationsmanufaktur schon was haben, was mich anspricht. Mal schauen, wann ich Gelegenheit finde, eine ihrer Illuminationen real zu erleben. Ihre Homepage ist jedenfalls außergewöhnlich informativ und das Team rund um Oliver Bienkowski wirkt sehr sympathisch.